October 31, 2006 at 10:57 pm
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Wenn man sich anschaut, was Jünger des fliegenden Spaghettimonsters in Springfield machen, will man doch sofort in die USA.
Die Kirche des fliegenden Spaghettimonsters stellt eine Gegentheorie zum Kreationismus dar, die viel mehr Humor hat, und im Jenseits einen Biervulkan verspricht.
Ich denke, das ist eine angemessene Reaktion auf die Ultrakonservativen Christen in den USA, die die Schöpfungslehre als “gleichberechtigte Theorie” neben der Evolutionstheorie in den Schulen gelehrt haben wollen
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October 31, 2006 at 9:31 pm
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Sieht so ein Labor aus, das weltweit führend auf seinem Fachgebiet ist? Man möchte es nicht glauben. Doch normalerweise sieht man diese Labors nur, wenn sie für Besucher herausgeputzt sind. Da ich das Glück habe, bis zu vier mal die Woche dort zu arbeiten, geht es mir anders.
In dem Labor wird an dem weltweit schnellsten System zur Verteilung kryptografischer Schlüssel mit Hilfe der Quantenmechanik gearbeitet.
Mit Taktraten bis zu 3.3GHz und effektiven Bitraten von über 10kbps über mehr als drei Kilometer Glasfaser hält die Gruppe Photon Counting Technologies um Professor Gerald S. Buller zur Zeit den Weltrekord.

Die Verschlüsselung, die man damit erreichen kann, ist beweisbar sicher, und die Verteilung der Schlüssel ist nach bisherigem Verständnis der Quantenphysik auch sicher.
Meine Aufgabe ist es im Moment, die Software zu erweitern, die die Messungen auswertet. Später werde ich an den Lichtequellen arbeiten, um höhere Netto-Bitraten zu erzielen. Im Moment werden dazu VCSELs (Vertical Cavity Surface Emitting Lasers) verwenden, ich soll entweder bessere VCSELs finden oder andere Quellen
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October 30, 2006 at 2:32 am
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Linux auf dem Desktop: dazu gibt es Millionen von Meinungen und Kommentare.
Mir ist das relativ egal, ich benutze seit über einem Jahr nichts anderes, außer ich muß an fremden Computern arbeiten. Dieser Blog-Eintrag (englisch) spricht mir aus der Seele, was die Unterschiede angeht, die für mich wichtig sind. Einige zumindest.
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October 28, 2006 at 1:03 pm
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Wenn man an einem Freitagabend durch die Straßen von Edinburgh geht, sieht man unweigerlich früher oder später die ersten Alkoholleichen.
Und ich meine nicht ein paar torkelnde Studenten, die einfach in jeder größeren Stadt ab einer bestimmten Uhrzeit sein müßen.
Ich meine 14 bis 16-jährige Mädchen, die um zehn Uhr Abends schon so sturzbetrunken sind, dass sie mit kurzem Rock und barfuß bei geschätzten 10 °C auf dem Boden sitzen und sich nicht davon überzeugen lassen, dass es Zeit ist nach Hause zu gehen, und wenn doch, nach zwei Metern wieder umfallen.
Oder andere Jugendliche, die definitiv nicht mehr bei Bewusstsein sind, und ihre Begleiter machen einfach weiter mit der Party, weil es nichts ungewöhnliches ist. Und das im Freien bei nicht allzu hohen Temperaturen.
Ich dachte, dass die Partykultur in Deutschland schon ein Problem mit übermäßigem Alkoholkonsum hat, und das hat sie sicher auch. Aber die Briten übertreiben es damit noch wesentlich stärker.
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October 27, 2006 at 3:44 pm
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Bis vor kurzem habe ich diese Frage noch sehr eindeutig beantwortet: Sudoku spielen!. Einfach ein paar Sudokus Herunterladen und ausdrucken.
Vor ein paar Tagen bin ich zum Postkartenschreiben übergegangen. Wenn man im Ausland ist, ist das recht naheliegend. Und die Empfänger freuen sich darüber.
Allerdings zeigt ein kleiner Preisvergleich, warum ich bald wieder auf Sudokus umsteigen werden:
Eine Seite mit 6 Sudokus auszudrucken kostet hier an der Uni 5 pence. Mit einem solchen Sudoku bin ich, weil ich mich in der Vorlesung nicht allzu sehr aufs lösen konzentrieren kann, etwa eine halbe Stunde beschäftigt. Also zahle ich 1.7p pro Stunde.
Eine Postkarte kostet so 20 bis 30 pence, die Briefmarke nach Deutschland nochmal 44. Eine Postkarte beschäftigt mich aber nur etwa eine Viertelstunde, das sind 2.6 Pfund pro Stunde, also mehr als Faktor 100 teurer.
Sorry an meine Freunde und Verwandte in Deutschland, in Zukunft gibts nur noch Sudokus ;)
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October 27, 2006 at 9:35 am
· Filed under Schottland

Gestern abend war es noch richtig stürmisch, und auch in der Nacht blies der Wind. Heute früh war es klar, kein Lüftchen bewegte sich, und der Himmel war - rot. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.
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October 26, 2006 at 8:25 pm
· Filed under uni
Heute war Berufsmesse an der Uni.
Ich suche zwar noch keine Arbeit, zumindest nicht Vollzeit, aber sowas muß man sich einfach mal antun. Und bisher waren meine Erfahrugen mit sowas eher mittelmäßig bis positiv.
Aber hier in Edinburgh war ich wirklich enttäuscht: die meisten Stände waren von Unternehmensberatungen oder anderen Consultingfirmen, deren Sinn sich mir nicht erschließt. Aber vielleicht ändert sich das ja noch mal.
Außerdem gab es noch zwei Ölförderfirmen, die British Army, einen Hersteller von Nuklearsprengköpfen und ein Waffenhersteller. Nicht so wirklich die Mischung, die ich erwartet habe.
Am Ausgang wurde ich dann von einer Angestellt der Universität angesprochen, ob ich Zeit für eine kurze Umfrage hätte. Hatte ich. Der freundlichen Dame habe ich dann auch gesagt, dass mir die Messe nichts gebracht hat, für sie schien das nicht wirklich etwas neues zu sein. Vielleicht wirds ja dann das nächste mal besser.
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October 26, 2006 at 8:17 pm
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So, gestern habe ich den Matlab Sourcecode bekommen, der die Quantum Bit Error Rate (QBER) aus Meßdaten des QKD-Systems berechnet.
Und ich hatte schlimmeres erwartet. Die meisten Variablennamen haben ausführliche, vielsagende Namen, und wenn man davon absieht, dass etwa 70% des Codes aus unbenutzten Callbackfunktionen besteht, ist das ganze auch gar nicht so unübersichtlich.
Ein paar kleinere Fehler sind mir beim ersten durchlesen aufgefallen, aber die sind größtenteils leicht zu beheben.
Etwas merkwürdig ist, dass man den Variablen nicht ansieht, ob sie Skalare, Arrays oder Matrizen sind. Das kann sich auch im Laufe des Programms ändern, was nicht besonders schön ist.
Meine Lektion daraus:
Schwach typisierte Sprachen sind schwer lesbar, wenn der Programmierer Mist gebaut hat.
Natürlich ist jede Sprache schwer lesbar, wenn der Programmierer Mist gebaut hat, aber es gibt ja noch Abstufungen…
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