Hat das Leben einen Sinn?
Die Sinnfrage stellt mich vor ein Problem: Wenn ich sie auf der einen Seite mit Logik, auf der anderen Emotional beantworte, komme ich zu verschiedenen Ergebnissen.
Da ich weiß, dass meinen Emotionen keiner offenkundigen syllogistischen Logik folgen, ist das eigentlich kein Problem, aber schön ist es auch nicht
Der Logik-Ansatz
Wenn der Sinn des Menschen aus sich selbst heraus käme, wäre eine einfachere Lösung des “Problems Leben”, dass es den Menschen gar nicht gibt. Ein Problem, das seine eigene Lösung ist und sonst nichts bewirkt, ist zu nichts gut, also sinnlos.
Dieses Argument kann man auf die gesamte Menschheit erweitert werden: Wenn der Sinn der Menschen in der Interaktion mit anderen Menschen läge (ihnen helfen, sie glücklich machen, sie zu lieben, geliebt zu werden, bekehren usw.), könnte es auch ganz einfach überhaupt keine Menschen geben.
Und noch weiter kann man es damit treiben: Auf die gleiche Art kann man argumentieren, dass das Universum aus sich selbst heraus keinen Sinn haben kann.
Der Sinn des einzelnen Menschen, der Menschheit und des Universums kann also nur außerhalb des Universums liegen. Und nach unserer Definition des Universums gibt es nichts außerhalb des Universums.
Außer vielleicht Gott, wenn wir an seine Existenz glauben.
Halten wir fest: Die Sinnfrage wird, nach genug Nachdenken, identisch mit der Frage, ob es (einen) Gott gibt.
Die emotionale Seite
Die emotionale Seite der Medaille ist sehr individuell, und hängt natürlich von den Lebensumständen ab.
Hier nur so viel: meinem Gefühl nach hat mein Leben einen Sinn, woran meine Freundin sicher einen Signifikanten Anteil hat ;-)
