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MOD-Flaute bei wer-weiss-was

MOD-Flaute bei wer-weiss-was

wer-weiss-was.de ist eines der größten allgemeinen deutschen Foren im Internet und wird von e-publica betrieben, das manche Internetbenutzer auch von ihrer Plattfrom xing kennen.

Die oberste Instanz dieses Forum ist “das Team”, bezahlte Mitarbeiter von e-publica. Unterstützt werden sie durch fast dreissig unbezahlte “Moderatoren”, kurz MODs. Bei der Zusammenarbeit und Kommunikation hakt es seit einiger Zeit, und vor kurzem wurde Metapher (ich nenne hier alle Moderatoren mit Nicknamen) als Moderator gefeuert.

Dann folgten letzten Freitag mit Tino und Birgit zwei weitere langjährige MODs, die wegen “Unstimmigkeiten” gegangen wurden.

Die Reaktion der anderen Moderatoren war wütend und heftig. Begonnen hat Evil Princess (Userin seit 2000), die sich als Moderatorin verabschiedet hat, in
kurzem Abstand gefolgt von Ralf Boeck (User seit 2003), Yseult (ebenfalls seit 2003 dabei), sowie Maja* (Mitglied und MOD seit 1998, also quasi von Anfang an dabei).

Da am Wochenende die Team-Mitglieder nicht mitlesen, gibt es noch keine offiziellen Reaktionen darauf.

Die Gründe sind für den Unmut der Moderatoren sind vielfältig, und lassen sich nur zu kleinen Teilen auf jüngste Ereignisse zurückführen. Seit Pro7Sat1 im August 2007 wer-weiss-was.de übernommen hat, gab es viele Veränderungen, von denen nur die wenigsten von den alt eingesessenen Benutzern (zu denen ich mich auch zähle) als positiv empfunden wurden. So wurd vermehrt für w-w-w geworben, was eine Flut neuer Benutzer bewirkt hat, die subjektiv die Qualität der Beiträge gesenkt haben.

Auch wurde ein neues Design geschaffen (Februar dieses Jahres), über das ich mich (und viele andere Benutzer) ob dessen Unbenutzbarkeit schon lautstark beschwert habe. Es kamen auch viele konstruktive Vorschläge zur Verbesserung, von denen bisher so gut wie keine umgesetzt wurden. Auf gut Deutsch heisst das, dass das Design immer noch grauenvoll ist, und die Verbesserung des Stylesheets, die auf etwa zwei Wochen nach dem Rollout angesetzt waren, lassen immer noch auf sich warten.

Die Übernahme hat den komerziellen Charakter von w-w-w, der vorher nur sehr hintergründig zu spüren war, deutlich in den Vordergrund geschoben, und daher den Unmut der unentgeltlichen Mitarbeiter heraufbeschoweren.

Ich selbst bin seit Juni letzten Jahres dort MOD, und habe die Moderation für fünf Themen übernommen. Zur Zeit bin ich am Überlegen, ob ich mich ebenfalls zurückziehen sollte, oder sogar (wenn ich wieder mehr Zeit habe) ein Konkurrenzforum aufmachen sollte (was jedoch extrem zeitaufwändig wäre, da ich das in großen Teilen selbst programmieren würde), das ein wenig demokratischer mit seinen Mitgliedern umgeht.

Darauf dürfte sicher auch die Reaktion des Teams Einfluss haben; ein Verlust von fast einem Viertel aller Moderatoren innerhalb von zwei oder drei Wochen sollte schon zum Nachdenken anregen.

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Musikempfehlung: Amy Macdonald, This is the Life

Normalerweise gibt es auf meinem perönlilchen Blog nicht viel persönliches, hier gibt es eine kleine Ausnahme: Eine Musikempfehlung.

Von Amy MacDonald kennt man eventuell Mr. Rock’n'Roll aus dem Radio. Aber ich finde das ganze Album names This is the Life sehr empfehlenswert (es gibt auch einen Song gleichen Namens auf diesem Album).

Als ich das Album das erste mal an einem Stück durch gehört hatte, dachte ich, dass es zu anstrengend wäre, um es am Stück zu hören. Beim zweiten mal hören habe ich meine Meinung gründlich geändert, und es in den nächsten zwei Wochen etwa dreimal täglich gehört. Inzwischen habe ich auch mehrere Freunde angesteckt ;-)

Die Musik der sympathischen Schottin könnte man als lebhaften Pop mit einem leichten Country-Einschlag beschreiben, wobei ich bei solchen Beschreibungen immer sehr schlecht bin. Am besten einfach die beiden Songs anhören, und sich dann überzeugen lassen.

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Aufruhr bei wer-weiss-was

In einem der größten deutschen Webforen, wer-weiss-was.de, hat der Betreiber epublica am Dienstag ein lang angekündigtes neues Design eingesetzt.

Seitdem hagelt es kritik, in der Kategorie “Anregung, Lob & Kritik” geschätzte 80 Threads, die sich negativ mit dem neuen Design auseinandersetzen.

Haupkritikpunkt ist, dass das neue Design einfach nicht funktional ist. Es ist verspielt, mit abgerundeten Ecken und vielen verschiedenen Schriften und gedeckten Blautönen.

Dummerweise ist der Frame, in dem man Artikel liest, wesentlich kleiner als vorher, und insgesamt ist der Kontrast so schlecht, dass man die Lust verliert, sich durch das Forum zu klicken.

Der Betreiber scheint mit dem Sturm der Kritik überfordert zu sein, obwohl man bemüht ist, die allergröbsten Schnitzer zu beseitigen (z.B. war das Layout mit IE6 vollkommen zerschossen, und der “Vorschau”-Button hat den Artikel endgültig geschrieben, anstatt die Vorschau zu zeigen).

Ich warte erst mal ab, ob das Forum wieder benutzbar wird. Bis dahin lese ich die Artikel vor allem per RSS-Feeds und schaue mir nur die an, die sich im RSS-Feed interessant anhören.

Meiner Meinung nach war es ein Fehler, einen Designer zu beauftragen, der selbst nicht im Forum aktiv ist, und anscheinend keine Ahnung von Usability hat. Außerdem ist es ein typsicher Fall, in dem Enbenutzer als Betatester mißbraucht wurden.

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Verschachtelte Arrays in Perl

Immer wieder suchen Leute mit Google nach “perl verschachtelte Arrays”, und landen auf meiner Perl 6-Seite, wo die Erklärung natürlich nur für Perl 6 gilt.

Hier also die Perl 5-Erklärung:

Listen werden üblicherweise “geflattet”, d.h. wenn man eine Liste in eine andere einfügt, ist das Ergebnis wieder nur eine einzige Liste:

my @a = (1, (2, 3), 4, 5);
# Ist identisch mit (1, 2, 3, 4, 5)

Abhilfe schaffen Referenzen, die man durch Vorstellen eine Backslash \ erzeugt:

my @b = (2, 3);
my @a = (1, \@b, 4, 5);
print $a[1][0], "n";     # Ausgabe ist 2
print scalar @a, "n";   # Länge von @a, also 4

Um aus Arrays Referenzen zu machen, kann man auch eckige Klammern nehmen:

my @a = (1, [2, 3], 4, 5);

Wenn man einer Referenz auf ein Array ein @ vorstellt, macht man daraus wieder ein “echtes” Array:

my $a = [1, 2, 3, 4];
print join ", ", @$a;

Wenn man nur auf ein Element einer Arrayreferenz zugreifen will, kann man den Pfeiloperator verwenden:

my $a = [1, 2, 3, 4];
print $a->[0], "n";         # Ausgabe: 1

Eine Ausführliche Beschreibung gibt es in der deutschen Übersetzung von perllol (lol steht hier für “Lists of Lists”)

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Schäuble auf dem LinuxTag

Gerade habe ich gelesen, dass Schäuble die Schirmherrschaft des LinuxTags inne hat.

Wer auch nur halbwegs über Schäuble informiert ist, wird mir zustimmen, dass es in Deutschland kaum einen Prominenten Politiker gibt, der sich schlechter dafür eignet.

Deswegen habe ich eine Protest-Mail an presse@linuxtag.org geschickt, und vordere alle politisch interessierten Linux-Benutzer auf, es mir gleich zu tun.

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Frequently Google Questions zum Thema Perl

Seit ich eine Webseite zum Thema Perl 6
betreibe, sehe ich in den Logfiles immer wieder Referer von Google mit
diversen Suchanfragen, die sich anscheinend auf Perl 5 beziehen, nicht auf
Perl 6.

Und da die meisten dieser Fragen nur für Perl 6 beantwortet werden, möchte ich
an dieser Stelle ein paar anscheinend häufig gestellte Perl-Fragen
beantworten.

Wie breche eine Schleife in Perl ab?

Dafür gibt es das Schlüsselwort last, das das gleiche macht wie
in C das Schlüsselwort break.

Logarithmus in Perl

Perl hat die Funktion log, die den natürlichen Logarithmus
berechnet, also zur Basis e = 2.7183.

Um den Logarithmus zu einer anderen Basis zu berechnen, muss man nur durch den
natürlichen Logarithmus der Basis teilen:

sub log10 {
	my $arg = shift;
	return log($arg) / log(10);
}
sub log2 {
	my $arg = shift;
	return log($arg) / log(2);
}
print log2(16), "n";	# Ausgabe: 4

Sinus und Cosinus Hyperbolicus (sinh und cosh)

Im Gegensatz zu Perl 6 gibt es in Perl 5 noch keine bultin sinh und
cosh-Funktionen, man muss sie sich selbst schreiben:

sub sinh {
	my $arg = shift;
	return 0.5*(exp($arg) - exp(-$arg));
}
sub cosh {
	my $arg = shift;
	return 0.5*(exp($arg) + exp(-$arg));
}

Umlaute in Perl, lc, uc und sort

Per Default sortiert Perl Umlaute nicht so, wie man das erwartet, ebenso
werden von lc und uc Umlaute nicht korrekt in Klein-
und Großbuchstaben umgewandelt.

Mit use locale; und entsprechender locales-Konfiguration (z.B.
über Umgebungsvariablen) kann man das ändern, wie genau ist in
perldoc perllocale beschrieben - besser kann ich es auch nicht
beschreiben ;-).
Dummerweise erfordert dieses Vorgehen, dass das Betriebssystem die verwendeten
Locales auch unterstützt.

Die gute Nachricht

Je mehr in FAQs beantwortet werden muss, desto mehr müssen sich die Designer
einer Sprache fragen, was sie falsch gemacht haben.

Deswegen wird es zwar für Perl 6 jede Menge
Umsteiger-FAQs geben (für Perl 5-Programmierer), aber das Ziel ist es,
möglichst wenig “echte” FAQs zu brauchen.

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Nette Aprilscherze

Und da soll noch jemand behaupten, die Deutschen hätten keinen Humor.

Heise Online: Mozilla überzieht Microsoft mit Milliarden-Klage, weil der MSIE 7 mit “Tabbed Browsing” ein altes Patent verletzen solle.

Und Tagesschau: Die Tagesschau-Fanfare wird aus Kostengründen nicht mehr live gespielt, sondern jetzt nur noch von Band.

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Nie wieder Matlab

Für mein “Research-Project” musste ich einiges in Matlab programmieren, und
habe dabei gelernt, die Sprache gründlich zu hassen.

Für viele Aufgaben, die man so als Wissenschaftler häufig braucht, gibt es
sehr schön einfache Lösungen in Matlab.

Das Problem ist, dass die Sprache zu einfach gehalten ist.

Das größte Problem ist, dass man keine Variablen deklarieren kann.

Das schleppt eine Reihe von Problemen mit sich:

  • Keine statischen Checks, ob Variablen deklariert sind
  • Keine statischen Typ-Checks
  • Vermehrte Laufzeitfehler, die man anderweitig zur Kompilezeit
    hätte abfangen können

Ein signifikanter Anteil der Fehler, die ich beim Matlab-Programmieren mache,
sind einfach Vertipper, falsch geschriebene Variablen und Funktionen.

Ein Check zur Laufzeit hat zwei Nachteile gegenüber Kompilezeit:

  1. Vergeudete Rechenzeit
  2. Man weiss nie, ob man in den Testfällen alle Programmpfade
    abgelaufen hat

Nummer 1 hört sich anfangs trivial, ist aber bei numerischen Problemen, die
mehrere Stunden Rechenzeit benötigen, ein erheblicher Frustrationsfaktor: das
Programm rechnet vier Stunden, und stirbt dann mit der Fehlermeldung
“Undefined Variable”. Toll.

Sogar Visual Basic hat die Möglichkeit, mit “Option Explict” die
Deklaration von Variablen zu erzwingen.

Und noch etwas komplett anderes stört mich an Matlab: es ist langsam. Ich habe
ein Programm geschrieben, dass relativ große binäre Dateien ausliest (so
etwa 250MB), und in C braucht es etwa 10 mal weniger Zeit
als in Matlab.

Jetzt werden sicher einige Leser denken: “I/O-Operationen sind nicht unbedingt
Matlabs Stärke, das sind doch mathematische Operationen”. Stimmt, aber auch da
ist Matlab nicht unbedingt schnell.

So kann man zum Beispiel die Faltung (convolution) entweder direkt nach der
Defintion in O(n2) berechnen, oder über den Faltungssatz als
invers Fouriertransformierte des Produkts der Fouriertransformierten der
Argumente (also conv(a, b) = ifourier(fourier(a) * fourier(b))), in
O(n*log(n)). Und was benutzt Matlab? natürlich die langsamer Variante.

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