Es ist hilfreich, wenn man die Systeme, die man einsetzt, auch versteht.
Deswegen möchte ich hier erklären, wie Google AdSense funktioniert.
Das Gesamtbild ist einfach zu verstehen: Firmen, die Werbung für eine bestimmte Seite schalten lassen wollen, bieten im Google Adwords Programm auf ein (oder mehrerer) Schlüsselwörter. Wenn ein Webmaster auf einer Seite Content-Werbung mit AdSense macht, durchsucht Google diese Seite, und schaltet diejenige Anzeige mit den höchsten Geboten, die zu den Schlüsselwörtern auf der Seite passen.
Nehmen wir an, vier Firmen, A, B, C und D bieten auf den Begriff "Versicherung".
| Firma | Gebot |
|---|---|
| A | 1,20 € |
| B | 1,00 € |
| C | 0,80 € |
| D | 0,80 € |
Am meisten bietet Firma A, also bekommt sie ihren Werbeplatz geschaltet. Aber sie zahlt nicht 1,20 € pro Klick auf ihre Anzeige, sondern den nächst niedrigeren Preis: 1,00 €; Tatsächlich wird sie einen Cent mehr zahlen.
Ein Teil diese Preises wird dem Webmaster, auf dessen Seite die Werbung gezeigt wurde, gutgeschrieben.
Jede Firma hat ein Konto bei Google, auf dem sie ein bestimmtes Kontingent für Werbung deponiert hat. Ist das Konto aufgebraucht, bietet diese Firma nicht mehr mit
Das erklärt, warum die Einnahmen für Webmaster am Anfang des Monats tendenziell höher sind als am Monatsende: dann werden die Werbekontingente wieder aufgestockt.
Google will sich und den werbetreibenden möglichst hohen Umsatz verschaffen. Wenn jetzt eine Anzeige geschaltet wurde, die Google zwar hohe Einnahmen bringt, wenn jemand darauf klickt, aber nur sehr selten geklickt wird, bringt das aber keine hohen Umsätze.
Deswegen werden die Preise, mit denen auf Anzeigenflächen geboten werden, mit der so genannten "Click-Through-Rate" gewichtet. Das ist das Verhältnis von Klicks auf eine Werbung zu der Anzahl, wie oft sie gezeigt wird.
| Firma | Gebot | CTR (in %) | Effektives Gebot |
|---|---|---|---|
| A | 1,20 € | 1,1 | 1,32 |
| B | 1,00 € | 2,0 | 2,00 |
| C | 0,80 € | 1,4 | 1,12 |
| D | 0,80 € | 4,5 | 3,60 |
Und schon bekommt Firma D den Anzeigenplatz verkauft, weil sie eine sehr hohe CTR haben.
Google verwendet außer der CTR noch weitere Gewichtungsfaktoren, z.B. die Qualität der "Landing Page", also der Seite, die man aufruft, wenn man auf die Werbung klickt.
Die Wahl der Farben der Anzeigen hat einen ernomen Einfluss auf die Clickrate.
Die Standardfarben gelten als nicht sehr erfolgreich, da die Besucher schon längst eine Blindheit gegenüber Standardanzeigen entwickelt haben.
Darüber hinaus gibt es zwei Philosophien: Angepasste Farben oder herausstechende Farben.
Für Farben, die an die Farbgebung der Webseite angepasst sind, spricht die Tatsache, dass man damit Besucher am wenigsten verärgert.
Für auffällige Farben spricht die Tatsache, dass die Farben dann auch Aufmerksamkeit bekommen.
In diversen A/B-Testshabe ich festgestellt, dass auf meinen Seiten gut angepasste Farben mit einem kaum sichtbaren Rahmen am besten Funktionieren. Die Anzeigen hängen als float innerhalb des Haupttextes auf der rechten Seite.
Allerdings sind meine Seiten nicht auf maximalen AdSense-Profit optimiert, da mir der Inhalt meiner Seiten wichtiger ist.
Sie wollen mit AdSense Geld verdienen, und gleichzeitig ihren Besuchern möglichst wenig Unbill bereiten?
Viele User, die von zu viel Werbung genervt sind, schalten einfach JavaScript aus. Damit sehen sie die klassischen AdSense-Werbeblöcke nicht mehr, oder nur noch leer.
Um ihnen auch den leer Block zu ersparen, kann man das <div>, in dem man den Werbeblock präsentiert, ebenfalls durch JavaScript schreiben lassen.
Auf diese Seite sahen die Werbeblöcke im Quelltext früher so aus:
<div class="sideBox RHS">
<script type="text/javascript"><!--
google_ad_client = "pub-3564070552657348";
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google_ad_format = "ref_text";
google_cpa_choice = "CAAQicPz_gEaCCtDYGucRVo4KKGJ4YcB";
//--></script>
<script type="text/javascript"
src="http://pagead2.googlesyndication.com/pagead/show_ads.js">
</script>
<div>
Damit Besucher, die kein JavaScript aktiviert haben, gar nichts vom Anzeigenblock sehen, habe ich den Code folgendermaßen modifiziert:
<script type="text/javascript"><!--
document.writeln("\<div class=\"sideBox RHS\"\>");
document.writeln("<span>Anzeigen<\/span>");
</script>
<script type="text/javascript"><!--
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//--></script>
<script type="text/javascript"
src="http://pagead2.googlesyndication.com/pagead/show_ads.js">
</script>
<script type="text/javascript">
document.writeln("\<\/div\>");
</script>
Das <div>, in das der Code eingebettet war,
erscheint jetzt nur noch, wenn der Benutzer Javascript aktiviert
hat.
Es ist wichtig, dass der AdSense-Code nicht verändert wird, sondern nur etwas um den Code herum geschrieben wird, da eine Veränderungen den Benutzungsrechtlinien von AdSense widerspricht und zu einer Sperre führen kann.
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