Hier ist der Anfang meiner Liste empfehlenswerter Belletristik. Leider ist sie noch recht kurz, das wird sich aber bald ändern.
| Autor | Christopher Paolini |
| Titel | Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter |
| ISBN | 3-570-30333-0 |
| ISBN-13 | 978-3-570-30333-7 |
| Seitenzahl | 725 |
| Bindung | Taschenbuch |
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Was braucht man für einen guten Fantasy-Roman? Einen Halbwüchsigen mit unbekannter Herkunft und besonderen Fähigkeiten, die ihm nicht bewußt sind, einen erfahrenen Begleiter, der seine Vergangenheit verheimlicht und mehr ist, als er vorzugeben scheint, einen (oder besser mehrere) grausame und mächtige Gegner, und natürlich die geheimnisvollen Elfen, die seit Jahrhunderten kaum noch Kontakt mit den Menschen haben.
All das kommt in Eragon vor, und trotzdem hat man beim lesen nicht das Gefühl, ein Standard-Fantasybuch zu lesen.
Eragon findet bei der Jagd einen eiförmigen Stein, der sich später als Drachenei entpuppt. Nach einer Weile schlüpft ein Drache, den Eragon niemandem zeigt.
Aber irgendwann kommen die Schergen des Königs in das kleine Dorf, in dem dummerweise ein paar Bewohner das Ei gesehen habe, und einer davon plaudert. Danach geht alles ganz schnell: als Eragon nach Hause kommt, ist das Haus abgebrannt, sein Onkel beinahe zu Tode gefoltert und die Schergen verschwunden.
Gemeinsam mit dem alten Geschichtenerzähler Brom und seiner Drachendame Saphira macht sich Eragon auf, um den Mord zu rächen. Doch er muss aufpassen, um nicht vom Jäger zum gejagten zu werden.
Eragon ist ein spannender und gut geschriebener, klassischer Fantasyroman. Er ist nicht atemberaubend spannend, aber auch die ruhigeren Passagen lassen keine Langeweile aufkommen.
Wer schon viel Fantasy gelesen hat, kann schon einige Wendungen vorausahnen, was dem Lesespaß aber keinen Abbruch tut.
Das Buch lässt sich angenehm und schnell lesen, sodass man nach knapp über 500 Seiten gerne zum zweiten Band greifen will.
| Autor | Christopher Paolini |
| Titel | Eragon - Der Auftrag des Ältesten |
| ISBN | 3-442-36639-9 |
| ISBN-13 | 978-3-442-36639-2 |
| Seitenzahl | 725 |
| Bindung | Taschenbuch |
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Der zweite Band der (nocht nicht fertig geschriebenen) Eragon-Trilogie beginnt mit Politik bei den Varden, Tragik um einen Verlust und ist sehr unterhaltsam, anfangs aber nicht so spannend wie der erste Band.
Auch erfährt von Eragons Halbbruder Roran, der vor den Raz'ac flüchten muss, und wie er und das Dorf damit umgeht.
Eragon will sich auf den Weg machen um seine Ausbildung bei den Elfen weiterzuführen, aber erst steht im Politik im Haus: die Varden brauchen einen neuen Anführer, und der Rat will eine Strohpuppe auf den Thron setzten.
Auch der Zwergenkönig will Einfluss auf den Drachenreiter nehmen, sodass ihm keine leichte Zeit bevorsteht.
Als er dann schliesslich zu den Elfen kommt, stellt er fest, dass deren Kultur noch kompliziert ist als die der Menschen und Zwerge, und er wird tiefer in die Geheimnisse der Magie eingeweiht. Dabei plagt ihn seine Narbe mehr als erwartet.
Doch die Varden stehen weiter unter Bedrohung: Galbatorix schickt eine Armee - eine riesige Armee. Der Drachenreiter wird gebraucht.
Auch dieser "Eragon" ist spannend und mitreissend. Er liest sich schön und schnell, echter "Fressstoff".
Allerdings sind dem Leser vom vorherigen Band schon einige Winkelzüge bekannt, sodass man am ab und zu die Enttäuschung hat, ein nicht allzu unwichtiges Detail korrekt voraus gesehen zu haben.
Trotzdem ist das Buch packend genug, um in Nullkommanichts ausgelesen zu werden, und gegen Ende gibt es noch eine echte Überraschung.
Wer den ersten Band gelesen hat, wird um den zweiten nicht herumkommen, und dann beginnt das Warten auf den dritten Band.
| Die Träume des Jonathan Jabbok | Das Geheimnis des siebten Richters | Das Lied der Befreiung Neschans |
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Diese drei Bücher muß man unbedingt zusammen lesen - natürlich in der richtigen Reihenfolge.
Jonathan Jabbok ist an den Rollstuhl gefesselt, und gilt in seinem Internat als Aussenseiter. In seinen Träumen - sehr intensiven Träumen, die sich immer fortsetzen - führt er ein abenteurliches Leben, ist gesund und erlebt viele Abenteuer. Während er auf der Erde immer kränker und schwächer wird, wird seine Traumwelt immer realer.
Diese Bücher sollte man nicht abends anfangen zu lesen, wenn man am nächsten Morgen fit sein soll. Sie sind spannend und sehr leicht zu lesen, ohne oberflächlich zu werden. Zum Glück sind es in Summe gut 1300 Seiten, sodass man trotzdem eine Weile zu lesen hat.
Die Handlung ist recht stark religiös orientiert, ohne allerdings an den langweiligen Religionsunterricht zu erinnern.
Diese eigentlich für Jugendliche geschriebene Trilogie kann ich auch jedem fantasy-liebenden Erwachsenen ans Herz legen.
topIch habe ein Faible für skurrile und humorvolle Bücher. Im Folgenden möchte ich ein paar Hilights meines Bücherregals präsentieren.
| Autor | Mark Dunn |
| Titel | Nollops Vermächtnis |
| ISBN | 3-492-24474-2 |
| ISBN-13 | 3-492-24474-24474-9 |
| Seitenzahl | 239 |
| Bindung | Taschenbuch |
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Auf der kleinen, etwas rückständigen Insel Nollop passiert ein großes Unglück: Aus der Beschriftung der Statue des großen Idols Nollop fällt der Buchstabe 'Z' heraus. Der regierende Rat sieht das als ein Zeichen an, diesen Buchstaben nicht mehr zu benutzen. Folglich wird jeder Gebrauch des Buchstabens 'Z' unter schwere Strafe gestellt, alle Bücher müssen entsorgt werden.
Zwar regt sich viel Unmut unter der Bevölkerung, doch erst, als weiter Buchstaben herausfallen, spitzt sich die Situation zu.
Ein herrlich skurriles Buch, das eine absurde Geschichte Stück für Stück so aufbereitet, dass man fast meinen könnte, eine solche Geschichte könnte sich - natürlich nicht so extrem - auch bein uns abspielen.
Das Buch ist in Form kurzer Briefe geschrieben, was es ideal zum zwischendurchlesen macht.
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Viktor wohnt alleine, nur der schweigsame Pinguin teilt seine Einsamkeit. Er nimmt einen Job bei einer Tageszeitung an - er soll Nekrologe, also Nachrufe, schreiben. Soweit nichts besonderes, doch die, denen nachgetrauert wird, sind noch gar nicht tot. Noch nicht.
Von der Beschreibung her ist Kurkovs Roman zwar ein Krimi, baut aber nicht die übliche Spannung auf, sondern eine herrliche Melancholie. Die Protagonisten wollen nicht um jeden Preis alles Aufdecken, sondern vielmehr ihr bisher beschauliches Leben weiterführen.
Für Liebhaber des klassischen Krimis mag das enttäuschend sein, aber der Roman hat als eine Art Antikrimi seinen eigenen Charme.
| Autor | Hannu Raittila |
| Titel | Canal Grande |
| Verlag | btb |
| Format | Taschenbuch |
| Seiten | 366 |
| ISBN-10 | 3-442-73183-6 |
| ISBN-13 | 978-3-442-73183-1 |
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Eine Delegation von finnischen Experten soll, zusammen mit anderen, die Stadt Venedig vor dem Untergang durch Hochwasser, Erosion und sonstige Naturgewalten retten.
Dabei prallen sie auf die italienische Lebensart, die für sie ein echtes Abenteuer wird.
Drei Finnen kommen in Venedig an, und sehen die Hand vor den Augen nicht mehr, weil es so neblig ist.
Ein Bauingenieur, ein Dozent für Geschichte und ein Freigeist ohne bestimmte Aufgabe sind Teil eines über die EU abgewickelten Plans der UNESCO, das Weltkulturerbe Venedig zu retten, das langsam aber sicher in der großen Lagune versinkt.
Doch die Mühlen der Venizianischen Bürokratie mahlen langsam, sodass sie erst mal nichts zu tun haben. Der Ingenieur geht auf eigene Faust los und stellt erste Messungen an, begleitet von dem Dozenten, der zwar kein Italienisch, dafür aber klassisches Latein spricht.
Sie prallen auf entspannte Lebensart der Venizianer, auf die Politischen Verwicklungen mit dem Ziel der Unabhängigkeit Venedigs, und nicht zu letzt zwei jungen Italienern, die seltsame Ausflüge mit ihren Booten machen.
Auch wenn sich der Anfang etwas schleppend liest, lohnt sich das weiterlesen: das Aufeinanderprallen Finnischen Pragmatismus mit Italienischer Lebensart liest sich herrlich, manchmal ist die Pointe subtil im Hintergrund, manchmal heftig vorstechend.
"Canal Grande" gehört sicher in die Reihe lesenwerter skuriller Bücher, wenn auch der Unterhaltungswert sich nicht so hoch ist wie beim Picknick mit Pinguin.