Sierpinski-Fraktale einmal anders
Es gibt eine einfache und doch verblüffende Möglichkeit,
ein Sierpinski-Dreieck (auch "Sierpinski-Sieb" genannt) mit dem Computer
zu erstellen:
Man zeichnet ein gleichseitiges Dreieck und wählt zufällig
einen beliebigen Punkt im Raum. Dann wählt man zufällig einen
der Eckpunkte des Dreiecks, nimmt den Mittelpunkt zwischen dem letzten
Punkt und dem gewählten Eckpunkt, und setzt einen neuen Punkt an
diese Stelle.
Von dort aus wähl man wieder zufällig einen Eckpunkt,
halbiert die Strecke, setzt dort einen Punkt hin und so weiter.
-
-
Nach 50 Iterationen sieht man noch nicht viel.
-
-
Nach 100 Iterationen sieht man erste, sehr undeutliche
Konturen.
-
-
Nach 500 Iterationen kann man das Fraktal erkennen, wenn man
es schon einmal gesehen hat.
-
-
Nach 5000 Iterationen ist das Fraktal schon ziemlich deutlich.
-
-
Nach 50000 Iterationen ist das Fraktal so gut, wie es bei
dieser Auflösung (300x259) und mit dieser Methode werden
kann.
top
Andere Symmetrien
Aber was passiert, wenn man diesen Algorithmus auf andere
regelmäßige Vielecke loslässt?
-
-
Nochmal ein dreiseitiges Sierpinski-Sieb, diesmal mit
1.350.0000 Iteration auf einer 1024x1024-Grafik (verkleinert;
klicken Sie auf das Bild für eine größere
Version)
-
-
Auf ein Viereck angewandt ist das Ergebnis ziemlich
langweilig: eine schwarze Fläche. (3.2 Mio Iterationen)
-
-
Das Fünfeck zeigt wieder fraktale Strukturen (6.25 Mio
Iterationen)
-
-
Das Sechseck ist wieder einfach nur schwarz ausgefüllt
(10.8 Mio Iterationen)
-
-
Das Siebeneck zeigt zwar keine Fraktalen Strukturen mehr, zeit
aber wie das Fünfeck in der Mitte einen weißen
Ausschnittes eines auf dem Kopf stehenden Siebenecks, ebenso
wie das bei dem Fünf- und Dreieck mit den jeweiligen,
verkleinerten Vielecken der Fall war.
-
-
Wie alle geradzahligen Vielecke wird das Achteck von dem oben
beschriebenen Algorithmus einfach nur vollständig
ausgefüllt.
-
-
Das Neuneck zeigt wieder einen weißen Fleck in der
Mitte, wobei die Auflösung nicht ausreicht um
nachzuweisen, dass es sich hier um ein auf dem Kopf stehenden
Neuneck handelt.
Das Programm
Die Grafiken wurde mit einem kleinen, selbst geschrieben
Perl-Programm geschrieben: Download. Es benutzt die
GD-Bibliothek.
Das Programm steht unter der WTFPL.
top