Einen Großteil meiner Zeit verbringe ich hier mit studieren, daher darf eine genauere Beschreibung der Uni nicht fehlen.
Der Campus ist schön. Wirklich. Wer das nicht glaubt, kann sich ja ein paar Bilder anschauen.
Der Campus ist aber auch ziemlich unübersichtlich. Er hat eine U-förmige Strasse, die außen herum geht, und sogenannte "Gait"s (zu deutsch: Gänge), die davon abgehen und auf das Gelände führen.
Das Gelände ist relativ uneben, und viele Gebäude sind miteinander verbunden, sodass man von einem zum anderen gehen kann, ohne ins Freie zu treten. Durch die Höhenunterschiede landet man aber ab und zu in einem anderen Stockwerk, als man erwarten würde.
Wenn man z.B. bei der Main Reception hereingeht, kann man gleich neben der Mensa eine Treppe nach unten gehen - und kommt im Erdgeschoss des Hugh-Nisbet-Buildings (Shop, Bank, Bücherladen, Hörsäle) heraus. Wenn man dann zur Physik weitergeht, ist man im ersten Stock.
Sehr amüsant wird es, wenn ein Durchgang zwischen zwei Gebäuden gesperrt ist, und man auf andere Ebenen ausweichen muss, in denen die Gänge aber nicht zwangsläufig genauso verlaufen wie im Erdgeschoss.
Der Vorteil dieser Architektur ist aber, dass man de facto nur auf dem Weg zum Wohnheim und zum Sportcenter den Gebäudekomplex verlassen muß, was bei dem schottischen Wetter ein echter Segen sein kann.
Übrigens quitschen viele der Türen, besonders im Physikgebäude fürchterlich.
Da es nicht so viele Physiker gibt, finden die Vorlesungen in Seminarräumen statt. Dadurch und durch die Tatsache, dass z.B. sehr ausführlich in meines Erachtens unwichtige Details gegangen wird, hat man eher das Gefühl, wieder in der Schule zu sein.
Die Tafeln in den Seminarräumen haben eine flexible Oberfläche und sind beliebig verschiebbar, was man oben herausschiebt konnt unten wieder herein.
Und sie werden nicht nass gewischt, sondern immer nur trocken. Dadurch ist der Tafelhintergrund meistens ziemlich weiß, die meisten meiner ehemaligen Schullehrer wären ausgeflippt ;-).
Später gibts mehr zur Uni...